Sie kennen nicht den Unterschieden zwischen Offset- und Digitaldruck? Wir beraten Sie.
Offsetdruck
Der Offsetdruck ist die meist verbreitete Drucktechnik für hochqualitative Drucke auf verschiedenen Papiermedien. Er ist für größere Auflagen von Drucksachen geeignet - er erfordert die Vorbereitung der Druckplatten und eine bestimmte Zeit und Material für den Anlauf und die Einstellung der Druckmaschine.
Der Vorteil des Offsets liegt jedoch in seiner hohen Druckqualität, die weder von einer hohen Auflage noch von einem großen Druckformat beeinflusst wird.
Der Offsetdruck ermöglicht, feine Details auch auf weniger gutes Papier zu drucken, weil dabei eine Gummirolle verwendet wird, die auch auf nicht ganz glatter Oberfläche anhaften kann.
Offset ist eine indirekte Drucktechnik, da der Druck zuerst aus der Druckform auf eine mit Gummi bezogene Rolle und erst von hier aus auf das Papier erfolgt. Die Farbe wird also doppelt übertragen und die Vorlage auf der Druckform ist nicht seitenverkehrt. Das Prinzip des Offsets besteht in gegenseitiger Wasser- und Farbabweisung – die zu druckenden Stellen auf der Druckplatte nehmen die Farbe und die nicht zu druckenden Stellen das Wasser auf.
Zum Aufdrucken eines vollfarbigen Bildes braucht man vier Druckplatten mit vier Farben für Vierfarbendruck: azurblau, purpurrot, gelb und schwarz. Der Vierfarbendruck bildet das finale reproduzierte Bild.
Für spezielle Farbtöne werden sog. Originalfarben (direkte Farben) verwendet. Jede Originalfarbe muss ihre Druckplatte haben.
Digitaldruck
Der Digitaldruck ermöglicht, direkt aus den Druckdaten zu drucken, ohne die Druckplatten vorbereiten zu müssen. Deshalb wird er normalerweise für kleinere Auflagen verwendet. Mit dem Digitaldruck können Auflagen mit einem Stück sowie personifizierte Drucksachen gedruckt werden.
Der digitale Kleinformatdruck erreicht oft die Qualität des Offsetdrucks, beim Großformatdruck ist die Qualität ein wenig niedriger. Dies ist auch dadurch bedingt, dass der Großformatdruck für größere Sichtentfernung bestimmt ist.
Die Druckdaten für den digitalen Großformatdruck müssen normalerweise nicht so gut sein wie beim Offsetdruck.
Die Digitaldrucker unterscheiden sich durch die verwendete Farbauftragungstechnologie, die Eigenschaften der Farben und die Art des bedruckten Materials. Digital kann also eine ganze Skala von polygraphischen Produkten bedruckt werden: von Visitenkarten und Plakaten über Werbekartonage bis zu mehrere Meter lange Banner, je nach den Möglichkeiten der Druckmaschine. Die Spezialfarben und die bedruckten Materialien ermöglichen die Verwendung der Drucksachen im Freien.
Der Digitaldruck verwendet sowohl den Vierfarbendruck als auch ergänzende CMYK Farben direkt aus den Patronen mit den neuen Farben. Mit dem Digitaldruck können jedoch keine Originalfarben, außer der weißen Farbe, über die einige Druckmaschinen verfügen, gedruckt werden.